SO WÜRDE FRANK GEGEN JAPAN SPIELEN LASSEN

Der Kreiszeitung gab unser Coach Frank Neubarth eine Einschätzung zur umstrittenen WM und wie er im ersten Spiel gegen Japan aufstellen würde

Das erste WM-Spiel gegen Japan steht an. Wie er die DFB-Startelf aufstellen würde, verrät Frank Neubarth. Beim Trainer des Landesliga-Spitzenteams FC Verden 04 fällt Verteidiger Niko Schlotterbeck durch. Für einen ehemaligen Bremer Stürmer ungewöhnlich: Er würde den jetzigen Werder-Toptorschützen Niclas Füllkrug nicht von Beginn an bringen, sondern sich für Kai Havertz entscheiden.

Verden – Dem einstigen Stürmer macht die Abwehr richtig Sorgen: Frank Neubarth, Trainer des Fußball-Landesligisten FC Verden 04, sieht bei der immer umstrittener werdenden Weltmeisterschaft in Katar im DFB-Team keinesfalls einen Favoriten auf die begehrten Plätze, sondern allenfalls das Überstehen der Vorrunde als Pflicht an. Und auch mit der Startelf, wie er sie fürs Auftaktspiel an diesem Mittwoch gegen Japan nominieren würde, sorgt der Ex-Profi für manche Überraschung.

Torhüter

Hier allerdings greift Neubarth wie erwartet zu – Manuel Neuer ist seine Nummer eins. „In so einem Turnier brauchst du einen Top-Torwart. Der Münchner bringt jede Menge Erfahrung mit, es gibt keinen, der deutlich besser ist.“

Abwehr

Ziemlich schwer tut sich der einstige „Mister Europacup“ des SV Werder bei der hintersten Reihe: „Da fällt mir erst mal nur Antonio Rüdiger ein, der für mich zurzeit bester deutscher Verteidiger ist.“ Für den Rest muss Neubarth lange überlegen, kann sich dann mit Niklas Süle als Partner im Zentrum anfreunden. Außen würden zwei Freiburger spielen: Christian Günter und Matthias Ginter. Hoppla, da fehlt doch der allgemein hochgeschätzte Niko Schlotterbeck. „Zu wackelig, hat mich bisher nicht überzeugt“, fällt der Dortmunder bei Neubarth durch.

Mittelfeld

Im defensiven Bereich setzt der einmalige Nationalspieler ganz klar auf ein Bayern-Duo: „Kimmich und Goretzka sind eingespielt, daher eine gute Kombination.“ Auch der offensive Bereich liegt bei Frank Neubarth ganz klar Münchner Hand. „Musiala ist in überragender Form“, gilt das Supertalent für den 97-fachen Werder-Torschützen als Unterschiedsspieler. Daneben sollten Müller und Gnabry für die nötigen Impulse sorgen – klingt nach einer eingespielten Variante. Es fehlt der formstarke WM-Held von 2014, den Frankfurter Mario Götze „würde ich erst mal nicht für die Startelf nominieren.“

Angriff

Ein Ex-Bremer plädiert vorne für einen Bremer – hätte man durchaus meinen können. Aber Neubarth verweigert dem SVW-Toptorschützen die Startelf: „Füllkrug würde bei mir nicht von Beginn an spielen. Eher Kai Havertz, der hat das gewisse Tempo.“

Deutschland schafft‘s...

nicht so weit wie erhofft – glaubt zumindest Neubarth: „Die Abwehr macht mir Sorgen. Wir müssen erst mal die Vorrunde überstehen. England schätze ich hoch ein. Und die Südamerikaner sind immer schwer zu spielen.“

Das Interview führte Ulf von der Eltz


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